Wähle deinen Beitrag:     Euro  

Zur aktuellen Level-One-Studie der Universität Hamburg im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu Analphabetismus in Deutschland erklären der stellvertretende JU-Bundesvorsitzende Tom Zeller und die bildungspolitische Sprecherin der Jungen Union, Bundesvorstandsmitglied Astrid Wallmann MdL:
 
„Die Zahl der Analphabeten in Deutschland ist deutlich höher als erwartet. Das zeigt die ,Level-One-Studie‘ der Universität Hamburg. So können rund 2,3 Millionen Bürger, was vier Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren entspricht, statt ganzer Sätze nur einzelne Wörter lesen oder schreiben. Fast 7,5 Millionen und damit 14 Prozent der erwerbsfähigen Deutschen sind funktionale Analphabeten, die zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, aber keine zusammenhängenden Texte verstehen können. 21 Millionen Menschen bzw. knapp 40 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung schreiben zudem gebräuchliche Wörter fehlerhaft.
 
Diese Ergebnisse sind ein Alarmsignal für das Bildungssystem. Ohne den sicheren Umgang mit den Kulturtechniken Lesen und Schreiben bleibt den Betroffenen der schulische und berufliche Erfolg verwehrt. Für unser Land, das auf gut qualifizierte Arbeitnehmer angewiesen ist, sind Fortschritte bei der Alphabetisierung dringend notwendig. Die Junge Union begrüßt deswegen, dass Bund und Länder gemeinsam mit Verbänden, Kammern und Gewerkschaften einen ,Grundbildungspakt‘ schließen wollen. Darüber hinaus fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2012 mit rund 30 Millionen Euro 24 Verbundvorhaben mit über 100 Einzelprojekten, um Analphabetismus zielgruppengerecht zu bekämpfen.
 
Die ,Level-One-Studie‘ zeigt, dass große Aufgaben vor den deutschen Bildungseinrichtungen liegen. Daher ist es richtig, dass Bildung und Forschung zu den politischen Schwerpunkten der unionsgeführten Bundesregierung in den kommenden Jahren gehören. Ohne gut ausgestattete, profilierte Lernorte von Kindergärten, über Schulen, Hochschulen bis zu den Universitäten, in denen junge Menschen individuell, differenziert und leistungsorientiert für das Lernen begeistert werden, wird ihr Berufsstart später nur schwer gelingen. Eine gut ausgebildete und hart arbeitende Bevölkerung bleibt die Voraussetzung unseres Wohlstandes und ist für weiteres wirtschaftliches Wachstum unerlässlich.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0