Wähle deinen Beitrag:     Euro  

Zur aktuellen Diskussion um die Einführung einer allgemein verbindlichen Lohnuntergrenze in Deutschland erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder MdB, der stellvertretende Bundesvorsitzende Johannes Pöttering und die Finanzpolitische Sprecherin der Jungen Union, Kristin Peitz:

„Die Beschließung eines allgemeinen Mindestlohns für Arbeitnehmer wäre ein schwerer Angriff auf die Tarifautonomie in Deutschland und ist mit dem Grundgedanken der Sozialen Marktwirtschaft kaum vereinbar. Das von der CDA vorgesehene Modell wird den jeweiligen Besonderheiten der Branchen und regionalen Unterschieden in der Lohngestaltung nicht gerecht. Sofern eine Festlegung von Lohnuntergrenzen erfolgt, muss diese durch die Tarifparteien branchenspezifisch und an regionale Gegebenheiten angepasst vorgenommen werden.

Eine allgemeine und flächendeckende Lohnuntergrenze birgt zudem die Gefahr, Arbeitsplätze zu vernichten. Hier sind vor allem die Jobs geringqualifizierter Arbeitnehmer bedroht. Eine Lohnuntergrenze würde nicht verhindern, dass auch Vollzeitbeschäftigte auf eine Aufstockung von staatlicher Seite angewiesen sein könnten: So sehen objektive Erhebungen die Untergrenze für einen auskömmlichen Mindeststundenlohn eines Familienvaters mit zwei Kindern zwischen 12 und 13 Euro. Vielmehr würden viele Aufstocker ihre Arbeitsplätze verlieren und zu reinen Fürsorgeempfängern werden, die ausschließlich von sozialen Transferleistungen abhängig sind. Es besteht zudem die große Gefahr eines politischen Überbietungswettbewerbs, wie ihn sich die Parteien des linken Spektrums bereits jetzt liefern.

Aus diesen Gründen lehnt die Junge Union die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns strikt ab und spricht sich für die Ablehnung der CDU-Beschlussvorlage auf dem Bundesparteitag aus.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0