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Zur möglichen Einführung einer neuen Transaktionssteuer auf Börsengeschäfte erklären der stellvertretende Bundesvorsitzende Tom Zeller und die finanzpolitische Sprecherin der Jungen Union, Kristin Peitz:

"Eine aktive Beteiligung der Banken an den Folgekosten der Krise ist richtig. Die von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist hierfür jedoch weder das geeignete Instrument, noch ist damit eine dauerhafte Stabilisierung der Finanzmärkte zu erreichen.

Großbritannien hat bereits signalisiert, sich an einer staatenübergreifenden Finanztransaktionssteuer nicht beteiligen zu wollen und damit Europas größten Finanzplatz London von der sogenannten Tobin Tax auszunehmen. Sollten die geplanten Abgaben jedoch nicht welt-, geschweige denn europaweit erhoben werden, wird dies lediglich zu Verlagerungen von Transaktionsgeschäften und somit unweigerlich zu einem Verlust an direkten Einnahmen aus der Börsensteuer führen. Die Folge wäre eine Schwächung des Finanzplatzes Deutschland und im schlimmsten Fall der Verlust an Arbeitsplätzen. Hiervon wäre insbesondere Frankfurt am Main als Börsenplatz am stärksten betroffen.

Das Auslandsgeschäft der deutschen Industrie würde bei Einführung einer ,Tobin Tax‘ durch gestiegene Hedging-Kosten belastet, Unternehmen müssten einen vielfach höheren Preis für die Absicherung von Währungsrisiken zahlen und würden somit für ein umsichtiges Risikomanagement bestrafft. Doch auch private Anleger bekämen die Lasten zu spüren: Während Großanleger ihre Geschäfte womöglich an außereuropäische Finanzplätze verlagern, würden die Kosten auf Kleinsparer abgewälzt, was sich entweder auf den Konsum und somit das Wachstum oder die Vorsorge auswirken könnte.

Eine Finanztransaktionssteuer hätte weder den Kollaps von Lehmann Brothers im Jahr 2008, noch die durch überbordende Staatsverschuldung ausgelöste Eurokrise verhindern können. Eine auf wenige Euro-Länder beschränkte Börsensteuer erscheint  kontraproduktiv und ist daher abzulehnen.“

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