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"Der gestrige Ärztestreiktag zeigt überdeutlich, dass eine hochwertige Gesundheitsversorgung nur mit einer grundlegenden Reform des Gesundheitswesens gesichert werden kann", so der gesundheitspolitische Sprecher der JU Deutschlands, Marc Tenbücken. "Die Ärzteschaft darf nicht mit ständigen Sparmaßnahmen und mehr Bürokratie in einem überholten System aus dem Land getrieben werden."

Anlässlich der deutschlandweiten Streiks niedergelassener Ärzte erklärt der sozialpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Marc Tenbücken:
 
"Die Junge Union hat vollstes Verständnis für die Streiks der niedergelassenen Ärzte. Es ist eine Tatsache, dass die Schere zwischen den Gutverdienern und dem unteren Drittel der Arzteinkommen immer weiter auseinander geht und dass viele Praxen inzwischen von der Insolvenz bedroht sind. Gleichzeitig verschlechtert sich die Situation junger Ärzte zusehends.
 
Die gestrigen Streiks der niedergelassenen Ärzte sind die logische Folge von Jahren des Stillstands und der Blockade im Gesundheitssektor. Wir fordern daher die Verantwortlichen in Politik, Krankenkassen und kassenärztlichen Vereinigungen auf, ihre Hausaufgaben zu machen. Die Politik muss dabei die Frage beantworten, wie die Finanzierung des Systems künftig aussehen soll. Man kann nicht mit der Finanzausstattung von gestern die Medizin von morgen haben. Hier spricht sich die Junge Union, im Sinne der Generationengerechtigkeit für ein solidarisches Prämienmodell aus, das Transparenz erhöht und dessen Einnahmen von der Situation auf dem Arbeitsmarkt weitestgehend abgekoppelt sind. Gleichzeitig muss mehr Wettbewerb zwischen den gesetzlichen und den privaten Kassen ermöglicht werden.
 
Ärzte in Deutschland stöhnen unter den Verwaltungsaufgaben, die ihnen die Krankenkassen aufbürden und die nicht honoriert werden. So kostet vor allem die 2004 eingeführte Praxisgebühr die Praxen eine Menge Zeit und Geld, welche sinnvoller in Diagnose und Behandlung investiert werden könnten. Statt dieses Malus-Systems sollten diejenigen, die in einem Quartal nicht zum Arzt gehen, einen Bonus erhalten, der auf einem persönlichen Gesundheitskonto gutgeschrieben wird.
 
Eine der Hauptprioritäten der Gesundheitspolitik im Jahr 2006 muss die Sicherung des ärztlichen Nachwuchses sein. Bereits jetzt wandern gut ausgebildete Ärzte, vor allem die Jungen unter ihnen, ins benachbarte Ausland ab. Gleichzeitig finden sich für mehr als 1000 Arztpraxen in Deutschland keine Nachfolger. Das gefährdet die wohnortnahe Versorgung der Patienten und damit die Qualität medizinischer Leistungen. Der ländliche Raum wird von dem sich abzeichnenden Ärztemangel besonders stark betroffen sein."

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