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Zur Bilanz des Ausbildungspaktes 2005 und den Herausforderungen am Ausbildungsmarkt in diesem Jahr erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder (26):
 
"Der Ausbildungspakt zwischen Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden hat sich trotz einer leichten Vergrößerung der so genannten Lehrstellenlücke als ein Mittel erwiesen, in einem zunächst schwierigen konjunkturellen Umfeld und bei hoher Arbeitslosigkeit, jungen Menschen berufliche Perspektiven zu geben. Bei aller kritischen Aufmerksamkeit, die die höhere Zahl abschließend nicht vermittelter Bewerber verdient, sollte nicht vergessen werden, dass durch die Nachvermittlung rund 15.000 Bewerber noch eine Ausbildungsmöglichkeit bekommen konnten. Auch das Angebot von Einstiegsqualifizierungen durch die Wirtschaft ist ein Erfolg. Bei diesem Projekt für schwer zu vermittelnde Bewerber hat nicht nur die Zahl der Teilnehmer zugelegt, sondern es führt auch zu nachhaltigem Erfolg für mehr als 60 Prozent der Teilnehmer, die im Anschluss in eine reguläre Ausbildungsstelle finden.
 
Es gibt daher keinen Grund, nach einer Zwangsbewirtschaftung des Ausbildungsmarktes zu rufen und neue bürokratische und finanzielle Lasten in Form einer Zwangsabgabe und eines neuen staatlichen Förderregimes zu fordern, wie dies der Deutsche Gewerkschaftsbund noch immer tut. Der DGB ist vielmehr aufgerufen, endlich am Ausbildungspakt mitzuwirken, statt als Zaungast jede Schwierigkeit bei der Verwirklichung des Paktes als Bestätigung seiner ideologischen Position zu verbuchen.
 
Allerdings sind auch die Unternehmen und ihre Verbände aufgefordert, den Ausbildungspakt und seine Verpflichtungen noch ernster zu nehmen und dies im verbesserten konjunkturellen Umfeld des Jahres 2006 auch durch eine Ausbildungsoffensive zu zeigen. Nicht, weil dann eine Ausbildungsplatzabgabe droht, sondern weil ein Mangel gut ausgebildeter Arbeitnehmer zu befürchten ist. Der demographische Wandel wird sich schließlich auch beim Arbeitskräfteangebot bemerkbar machen. Wenn dem nicht durch ein kontinuierliches Angebot an Aus- und Weiterbildung vorgebaut wird, kann später nicht mehr reagiert werden, denn die Berufsausbildung lässt sich in der Biographie junger Menschen nicht beliebig vertagen, sondern muss im Anschluss an die Schule stattfinden."

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