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Zum Tod des früheren JU-Bundesvorsitzenden, Jürgen Echternach, erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder (26):
 
"Die Junge Union Deutschlands trauert um ihren ehemaligen Bundesvorsitzenden Jürgen Echternach. Der am 1. November 1937 in Lauenburg/Pommern geborene Jurist wurde 1964 zum Landesvorsitzenden der Jungen Union Hamburg gewählt. Im Jahr 1969 übernahm er das Amt des Bundesvorsitzenden der Jungen Union Deutschlands, als die Mutterparteien erstmals nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland auf Bundesebene in die Opposition geraten waren. In dieser schwierigen Phase, in der nicht nur die Union insgesamt, sondern auch die Junge Union ihre Rolle neu definieren musste, übernahm Echternach die Verantwortung für einen Neubeginn. Unter seiner Führung gelang es der Jungen Union, mit ihrem 1973 verabschiedeten Grundsatzprogramm "Für eine humane Gesellschaft" ihr Profil zu schärfen und damit wichtige Debatten für die Neuausrichtung auch der Mutterparteien anzustoßen. In der Frage der Ost- und Deutschlandpolitik setzte Echternach Akzente, ohne den Anspruch auf eine Wiedervereinigung unseres Landes preiszugeben. Steigende Mitgliedszahlen bestätigten den damaligen Kurs der JU. 1973 gab Jürgen Echternach nach zwei erfolgreichen Amtsperioden, in denen er unter der Formel ,Kritische Solidarität' mutig für die Eigenständigkeit des Verbandes von den Mutterparteien eintrat, den Bundesvorsitz der Jungen Union an Matthias Wissmann ab.
 
Seine politische Heimat blieb die Freie und Hansestadt Hamburg. Hier stand Jürgen Echternach, der ab 1966 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft war, von 1974 bis 1992 an der Spitze der CDU. Zwischen 1970 und 1981 führte er zudem die Bürgerschaftsfraktion der CDU an. Zugleich war Echternach auf bundespolitischer Ebene engagiert. 1980 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt, wurde er 1987 vom damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau berufen. 1993 wechselte der Verstorbene als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Nach der Bundestagswahl 1994 schied Echternach aus dem Deutschen Bundestag sowie der Bundesregierung aus.
 
Die Junge Union Deutschlands verliert in Jürgen Echternach einen ihrer prägenden Köpfe. Wir gedenken seiner in großer Dankbarkeit und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden seiner Familie."

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