Wähle deinen Beitrag:     Euro  

Zum geplanten Start der Fernsehserie "Popetown" durch den Musiksender MTV erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder (26):
 
"Am 3. Mai 2006 will der TV-Sender MTV mit der Ausstrahlung der Zeichentrickserie ,Popetown' beginnen, in der fiktive Ereignisse im Vatikan dargestellt werden sollen. Die angekündigten Inhalte der Sendung, die mit Begriffen wie ,durchgeknallter Papst', ,krimineller Kardinal' oder ,Versklavung von Kindern' umrissen werden, lassen weder Parodie noch Satire, sondern einzig billige Effekthascherei ohne Sensibilität erkennen.
 
Dies hat auch der Deutsche Werberat mit seiner Rüge für die bundesweite MTV-Anzeigenkampagne, die einen vom Kreuz gestiegenen und breit grinsenden Jesus Christus zeigt, zu dieser Sendereihe klargestellt. Denn der dabei verwendete Slogan, ,Lachen statt rumhängen' verletzt die religiösen Gefühlen vieler Menschen zutiefst. Die geschmacklose Sendung, die gerade in der Karwoche vor dem Osterfest keinerlei Respekt vor dem christlichen Glauben und seinen tief verankerten Traditionen zeigt, darf daher nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden. Den gleichlautenden Forderungen der Katholischen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland schließt sich die Junge Union ausdrücklich an.
 
Mit dieser Sendung wird der christliche Glaube der Lächerlichkeit preisgegeben. Dass dies ausgerechnet ein Jugendsender tut, der nach eigenem Dafürhalten für Toleranz und gemeinschaftliches Miteinander eintritt, ist dabei ein besonderer Grund zur Besorgnis. Der Musiksender MTV wird damit der großen Verantwortung für seine zumeist jüngeren Zuschauer nicht gerecht. Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist kein Freibrief, sondern erfordert umso mehr Augenmaß und Respekt bei seiner Ausübung.
 
Beim Streit um die Mohammed-Karikaturen in Dänemark wurde deutlich, wie wichtig es ist, auf die religiösen Gefühle der Menschen zu achten. Es darf nicht vergessen werden, dass für Millionen von Deutschen der christliche Glauben ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist. Mit ,Popetown' wird eindeutig eine Grenze überschritten. Dies wird auch in Großbritannien so gesehen, wo das ursprünglich für die BBC produzierte Format nach heftigen Protesten zu Recht abgesetzt worden ist."

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0