Wähle deinen Beitrag:     Euro  

Der zumeist nicht-Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), hat für den Wahlkampf seiner rot-roten Koalition das nun eigentlich moralisch abgehalfterte Wahlkampfschlachtross der SPD, Günter Grass, gewinnen können.

Als Grund nannte er in einem Interview im Stern unter anderem, dass er nichts davon halte, Grass in Grund und Boden zu stampfen. Dies allerdings ließe sich auch ohne einen prominenten Wahlkampfauftritt von Günter Grass am Rande einer Vorstellung seiner Autobiographie in Berlin vermeiden.


Abgesehen von der Eigenschaft als moralisch-politisches Schnäppchen, den diese neue Ikone der Selbstgerechtigkeit mittlerweile besitzt und bei dem ein Mann vom Format Klaus Wowereits natürlich zugreifen muss, bleibt so die Vermutung, dass Grass vor allem als Experte für eine gespaltene Wahrnehmung der eigenen Vergangenheit gesucht wird, der der rot-roten Koalition neuen Elan verleihen soll. Nicht alle Sozialdemokraten haben schließlich in Bezug auf die Vergangeneheit des berliner Koalitionspartners dasselbe ungezwungene Verhältnis wie Klaus Wowereit und wie es sich mit Blick auf die Causa Grass der PDS-Frontmann Gregor Gysi - vielleicht nicht ganz uneigennützig - auch für die westdeutsche Gesellschaft der 50er und 60er Jahre gewünscht hätte.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0