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Anlässlich ihres gemeinsamen Besuches der Ausstellung "Erzwungene Wege. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts" der Stiftung "Zentrum gegen Vertreibungen" im Berliner Kronprinzenpalais erklären der Vorsitzende der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff, und der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder:
 
"In ihrer eindrucksvollen Ausstellung erinnert die Stiftung "Zentrum gegen Vertreibungen' an das millionenfache Schicksal des erzwungenen, gewaltsamen Heimatverlustes. Anhand von ausgewählten Beispielen wird das Schicksal unterschiedlicher Völker im Europa des 20. Jahrhunderts deutlich: Holocaust, Völkermord an den Armeniern, der "Bevölkerungsaustausch' zwischen Griechen und Türken, die Umsiedlung der Westkarelier, die Vertreibung der Polen, Balten und Ukrainer, die Vertreibung und Verschleppung der Deutschen ab 1944 oder die Vertreibungen im ehemaligen Jugoslawien werden jeweils in ihrem historischen Kontext dargestellt. Das Kernthema der Ausstellung ist dabei das Prinzip der ethnischen Homogenisierung, das die europäische Geschichte in unterschiedlichen Ausformungen durchzogen hat.
 
Angesichts des dargestellten Leids, das auch aus Deutschland geplant und ausgeführt wurde, sind sich Senioren-Union und Junge Union der gemeinsamen Verantwortung in unserem Land bewusst, die aus der deutschen Geschichte für die Generationen - von der älteren bis hin zur jüngeren - erwächst. Der Dialog zwischen der Generation, die Flucht und Vertreibung noch erlebt hat, und der jungen Generation ist dabei von entscheidender Bedeutung, um totalitäre und nationalistische Strukturen und Regierungssysteme zukünftig zu verhindern. Gerade das zunehmende Interesse an der Wertethematik, das beispielsweise im vergangenen Jahr beim Weltjugendtag in Köln deutlich sichtbar geworden ist, kann ein Fundament dafür sein, dass jede Vertreibung zukünftig weltweit geächtet wird.
 
Um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass wir die deutsche Geschichte nicht vergessen. Denn Senioren-Union und Junge Union sind sich darin einig, dass nur derjenige Zukunft gestalten kann, der auch seine Vergangenheit kennt. Deshalb ist ein Zentrum gegen Vertreibungen, das erinnert und gleichzeitig aufarbeitet, wichtig, dessen Grundstock neben der Ausstellung "Erzwungene Wege' auch die Ausstellung "Flucht. Vertreibung. Integration' des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sein kann. Gerade ein solches Zentrum könnte dazu beitragen, die Erinnerung zu bewahren und in einem sichtbaren Zeichen unmittelbar zu erfahren, was Flucht und Vertreibung bedeuten und welche politischen Strukturen dazu führen, dass Menschen wie Schachfiguren über Planbretter geschoben werden. Dies wäre auch ein wichtiger Beitrag zur weiteren Aussöhnung mit unseren Nachbarn."

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