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Zur Diskussion über das Projekt einer transatlantischen Freihandelszone zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten erklärt der finanzpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Steffen Wurm:
 
"Das Projekt einer transatlantischen Freihandelszone, wie es aktuell im Zusammenhang mit der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands diskutiert wird, kann wichtige Impulse für Marktliberalisierung und Wachstum auf beiden Seiten des Atlantiks geben. Sie wäre eine Möglichkeit, den lange überfälligen institutionellen Rahmen für die transatlantische Partnerschaft jenseits der Verteidigungspolitik zu schaffen.
 
Das Feld der Wirtschaftsbeziehungen bietet sich an, da die beiden wichtigsten Wirtschaftsräume der Welt, die Europäische Union und die Vereinigten Staaten, bereits heute  eng miteinander verflochten sind. Diese Verflechtung zieht einen erheblichen Handlungsbedarf in Regulierungsfragen nach sich und bedarf geeigneter Institutionen für konstruktive Kooperation und Koordination über den Atlantik hinweg. Bilanzierungsregeln und Finanzmarktregulierung oder auch Unternehmensfusionen, denen sowohl die EU-Kommission als auch die Federal Trade Commission in den USA zustimmen müssen, sind häufig wiederkehrende Beispiele, die Auswirkungen, die ein amerikanisches Gesetzes zur Bezahlung bei Online-Wettgeschäften in Europa hat, sind ein aktuelles Beispiel für solche Probleme. Perspektivisch bietet eine transatlantische Freihandelszone gerade im Bereich höherwertiger Dienstleistungen, bei denen es bisher kaum Liberalisierungsfortschritte im Welthandel gegeben hat, gute Möglichkeiten, da die strukturellen Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden entwickelten Wissensökonomien die Einigung bei der komplexen Materie der Dienstleistungsfreiheit erleichtern.
 
Zugleich können von einer transatlantischen Freihandelszone - unabhängig vom wünschenswerten Erfolg der so genannten Doha-Runde der Welthandelsgespräche im Rahmen der WTO - auch positive Wirkungen auf die Handelsbeziehungen in der ganzen Welt ausgehen. Schon in Folge bisher bestehender Freihandelsabkommen beider Seiten mit Drittstaaten sollte eine transatlantische Freihandelszone grundsätzlich als offen für eine Einbeziehung anderer Partner konzipiert sein.
 
In jedem Fall muss das Projekt einer Freihandelszone EU-USA unvoreingenommen diskutiert werden. Es erscheint wenig sinnvoll, dass die EU zwar Freihandelsgespräche mit Indien oder Russland führt, aber den wichtigsten, durch gemeinsame Wertvorstellungen und Geschichte verbundenen Partner in der Welt, die Vereinigten Staaten, dabei außer Acht lässt."

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