Wähle deinen Beitrag:     Euro  

"Der energiepolitische Alleingang Deutschlands beim Ausstieg aus der Kernenergie erschwert den Klimaschutz und behindert eine gemeinsame europäische Energiestrategie", so der energiepolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Michael Radomski. "Deutschland muss dringend zu einer realsitischen Energiepolitik auf breiter Basis zurückkehren." 

Anlässlich des heute vorgestellten Energieberichtes der Europäischen Kommission erklärt der energiepolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Michael Radomski:

"Der aktuelle Energiebericht der Europäischen Kommission zeigt einmal mehr, dass eine zu-kunftsfähige Energiepolitik auf die Nutzung und zweckmäßige Kombination aller zur Verfügung stehenden Energieträger angewiesen ist. Die energiepolitischen Ziele der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und des Klimaschutzes lassen sich nur durch einen breiten Energiemix erreichen, der auch die Nutzung der Kernenergie einschließt.


Besonders das von der EU-Kommission angekündigte ehrgeizige Ziel einer Senkung des CO2-Ausstoßes um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 lässt sich absehbar nicht ohne Kernenergie erreichen, würde doch ein Verzicht auf Kernenergie einen stärkeren Einsatz von Kohle oder Gas in der Stromerzeugung nach sich ziehen. Der grundsätzlich richtige Ausbau erneuerbarer Energien kann dies nicht verhindern, da die momentan zur Verfügung stehenden Alternativen Wind- und Solarstrom bis 2020 weder in Bezug auf die Kapazität noch im Hinblick auf ihre technischen Eigenschaften den Grundlaststrom aus Kernenergie ersetzen können, der rund 30 Prozent des deutschen Strombedarfes deckt.


Obgleich diese Tatsachen nicht zu bestreiten sind und die aktuelle Diskussion um die Zuteilung von CO2-Emissionsrechten an Deutschland zeigt, wie schwierig die Verringerung des CO2-Ausstoßes tatsächlich ist, wird in Deutschland eine Politik des Ausstiegs aus der Kernenergie verfolgt, die bei den Nachbarstaaten keine Nachahmer findet. Bis heute gibt es kein schlüssiges Energiekonzept, dass eine Lösung des Widerspruchs zwischen diesem Ausstieg und dem Klimaschutz aufzeigt. Auch das gerade wieder akut gewordene Problem der strategischen Abhängigkeit Deutschlands und Europas von Energieeinfuhren aus Russland sowie dem mittleren Osten wird durch den Ausstiegsbeschluss verschärft, denn die Verstromung von teuerem und knappem Erdgas wird im Zuge der Abschaltung von Kernkraftwerken deutlich zunehmen.


Es wird immer offenkundiger, dass der deutsche Alleingang beim Ausstieg aus der Kernenergie, den die Junge Union seit vielen Jahren aus den oben genannten Gründen ablehnt, zum Hemmschuh für den Umweltschutz und für eine gemeinsame europäische Energie- und Klimastrategie wird sowie die strategische Position der Europäischen Union in der Welt schwächt. Ein wirtschaftlich und technisch sinnvoller Ausbau regenerativer Energien, der Ausbau und die Liberalisierung der Energienetze sowie eine gemeinsame europäische Energieaußenpolitik müssen von der weiteren Nutzung der Kernenergie beim größten Energieverbraucher Europas � Deutschland � begleitet werden."

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0