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Gemeinsame Erklärung der Jungen Union, der Jusos, der Grünen Jugend, der Jungen Liberalen, der Jungdemokraten, der Jungen Europäischen Föderalisten und der Bundesschülerkonferenz Austausch für alle! Europäisches Bewusstsein breiter verankern.Für eine jugendpolitische Initiative der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007


Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 bietet die Chance, in Zukunft ein europäisches Bewusstsein bei jungen Menschen breiter zu verankern und dabei auch die Zukunftschancen benachteiligter junger Menschen in Europa zu verbessern und sie an der Zukunft der Europäischen Union teilhaben zu lassen.

Wir fordern die Bundesregierung und alle anderen Beteiligten auf, diese Chance zu nutzen und folgende Schritte zu einem bürgernahen und sozialerem Europa zu unternehmen:

Die Initiative "Austausch für alle" muss 2007, im Europäischen Jahr der Chancengleichheit, zu einem wichtigen politischen Ziel der Politik der Europäischen Union erklärt werden: Es gilt, zunächst einer größeren Mehrheit und später EU-weit allen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I (bzw. deren Äquivalent in den anderen EU-Mitgliedsstaaten) tatsächlich die Möglichkeit zu eröffnen, während ihrer Schullaufbahn mindestens zwei Wochen lang den Alltag in einem anderen europäischen Land mitzuerleben. Zentraler Anknüpfungspunkt für die Verankerung dieses Ziels in der EU-Politik ist das Thema "Soziale und berufliche Integration junger Menschen", das für die Jugendpolitik während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sowie der nachfolgenden portugiesischen und slowenischen Ratspräsidentschaft bereits geplant ist. Darauf aufbauend soll das Ziel "Austausch für alle" in die für Mai 2007 geplante Ratsentschließung zur Jugendpolitik aufgenommen werden.



Das Ziel "Austausch für alle" muss von der EU und ihren Mitgliedsstaaten während und nach der deutschen EU-Ratspräsidentschaft konsequent verfolgt werden: Schüleraustauschprogramme, die von Lehrkräften unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern an den Schulen organisiert werden, sollen auf vorhandenen Städtepartnerschaften o. ä. aufbauen können. Die für Bildungspolitik zuständige nationale bzw. subnationale Ebene hat die Beteiligten vor Ort bei diesem Vorhaben unter Berücksichtigung der Europäischen Qualitätscharta für Mobilität zu unterstützen. Dem Ziel "Austausch für alle" entsprechend, muss die EU den an Schulen gerichteten Comenius-Schwerpunkt im Aktionsprogramm im Bereich des lebenslangen Lernens über die bisherigen Planungen für 2007-2013 hinaus radikal ausbauen. Die finanziellen Mittel, die notwendig sind, damit auch benachteiligte Schülerinnen und Schüler tatsächlich Zugang zu Austauschprogrammen bekommen, sind zusätzlich zu den bisherigen Finanzmitteln für den Bereich Jugendaustausch im Rahmen des EU-Budgets bereitzustellen.

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