Wähle deinen Beitrag:     Euro  

Die Ereignisse des Sommers 1982 sind ein Beispiel dafür, wie durch friedliche Manifestationen ein politischer Klimawechsel erreicht werden kann. Die massive Mittelstreckenaufrüstung der Sowjetunion sollte Druck auf die Bundesrepublik Deutschland ausüben, sich aus Bündnis mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu lösen."

Aus Anlass des 25. Jahrestages der großen CDU-Demonstration für "Frieden und Freiheit" am 5. Juni 1982, bei der rund 150.000 Menschen im Bonner Hofgarten gegen die sowjetische Raketenpolitik demonstrierten, erklären der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff, und der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder MdB:
 
"Die Ereignisse des Sommers 1982 sind ein Lehrbeispiel dafür, wie durch friedliche und gewaltfreie Manifestationen ein politischer Klimawechsel erreicht werden kann. Seit dem Ende der 70er Jahre hatte die Sowjetunion unter Breschnew eine massive Mittelstreckenaufrüstung betrieben. Die Raketen, in der DDR stationiert, waren auf die westdeutschen Bevölkerungszentren gerichtet. Parallel zum Einmarsch von Sowjettruppen in Afghanistan (1979) sollte durch dieses gewaltige Bedrohungspotenzial Druck auf die Bundesrepublik Deutschland ausgelöst werden, sich aus dem freundschaftlichen und vertrauensvollen Bündnis mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu lösen.
 
Der damalige sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt sah sich gezwungen, den amerikanischen NATO-Partner um die Stationierung von Mittelstreckenraketen auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland zu bitten, um die Erpressbarkeit der westeuropäischen Staaten zu vermindern. Er bezeichnete diese Abwehrmaßnahme als ,Nachrüstung'. Gegen diese ,Nachrüstung' organisierte die außerparteiliche Linke, unterstützt durch breite Kreise von Schmidts eigener SPD, ab Herbst 1981 eine gewaltige Kampagne mit Aufmärschen und Demonstrationen. Es entstand die so genannte ,Friedensbewegung', die - wie man seit Öffnung der Stasi-Archive weiß - weitgehend von Ost-Berlin beeinflusst, gesteuert und finanziert wurde.
 
Gegen diese einseitige Angst-Kampagne für einen so genannten Frieden in sowjetischer Abhängigkeit setzte die Union im Frühsommer 1982 ihren Aufruf für ,Frieden und Freiheit', für den Verbleib im westlichen Bündnis, für die Freundschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Helmut Kohl, Parteivorsitzender der CDU und Oppositionsführer im Deutschen Bundestag und sein damaliger Generalsekretär Heiner Geißler riefen Mitglieder und Anhänger der CDU auf, sich durch eine friedliche Demonstration im Bonner Hofgarten der aus dem Osten geschürten Angst-Hysterie entgegen zu stellen. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen: Fast 150.000 Anhänger der Union fanden sich in Bonn ein � zur größten freiheitlichen und antikommunistischen Demonstration, die Westeuropa je gesehen hatte!
 
Die Bilder aus dem Bonner Hofgarten gingen um die Welt. Sie widerlegten das Vorurteil, die pro-westliche Mehrheit in der deutschen Bevölkerung überlasse der Linken das öffentliche Erscheinungsbild Deutschlands. Sie überzeugten vor allem auch die amerikanische Öffentlichkeit, die Freiheit Westeuropas weiter durch ihren militärischen Schutzschirm vor den Erpressungen Moskaus zu verteidigen. Die SPD verlor aufgrund ihrer nachfolgenden internen Auseinandersetzungen über die ,Nachrüstung' ihre Regierungsfähigkeit. Am 1. Oktober 1982 wurde schließlich Helmut Kohl mit den Stimmen von CDU, CSU und FDP durch den Deutschen Bundestag zum Bundeskanzler gewählt.
 
Ohne die beeindruckende Manifestation des deutschen Freiheitswillens wäre die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland anders verlaufen. Wir sind stolz auf die Frauen und Männer des Sommers 1982, die durch ihr Engagement das Tor zur Freiheit und zur friedlichen Wieder-vereinigung Deutschlands und Europas aufgestoßen haben."

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0