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Zum Beschluss des Deutschlandrates der Jungen Union am 1. September 2007 in Berlin "Scientology - die unterschätzte Gefahr" erklären die Vorsitzende der Kommission Gesellschaftspolitik der JU Deutschlands, Maren Schulz, und ihr Stellvertreter, Henrik Bröckelmann:

"Aus Anlass des jüngst wieder sehr offensiven Auftretens der Scientology-Organisation vor allem in Berlin, das mit aggressiver Mitgliederwerbung auf der Straße, einer verstärkten Medienarbeit und gezielten Kampagnen bei jungen Menschen einhergeht, hat sich die Junge Union am vergangenen Wochenende bei ihrem Deutschlandrat mit diesem Thema befasst. Die Junge Union setzt dabei ihr Engagement gegen Scientology fort und betont die von der Organisation ausgehende Gefahr einer Unterwanderung von Institutionen, Unternehmen und der verfassungsmäßigen Ordnung in Deutschland. Es muss leider festgestellt werden, dass in Teilen der Sicherheitsbehörden, der Verwaltung und besonders in den Medien das Bewusstsein für die Gefährlichkeit und den Charakter von Scientology verlorengegangen ist.


In der Scientology-Ideologie sind Kritik- und Kompromissfähigkeit - Grundvoraussetzungen für ein demokratisches Gemeinwesen - nicht erwünscht. Weder eine Gewaltenteilung, die Bindung der Exekutive an Recht und Gesetz oder das Recht auf Bildung einer Opposition sind darin zu erkennen. Der totalitäre Geltungs- und Machtanspruch in allen Lebensbereichen und die diskriminierende Einstufung von Menschen nach ihrem vermeintlichen Wert widersprechen dem christlichen Menschenbild und den Leitideen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes. Die Scientology-Ideologie ist für uns unvereinbar mit der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland.


Die Junge Union fordert daher, die Aufklärung über Scientology und die Gefahren, die von der Organisation für Einzelne und die Gesellschaft ausgehen, in Schulen und Medien auszubauen und gegenüber einer Instrumentalisierung durch Scientology - etwa durch die so genannte Prominenten-Strategie - wachsam zu sein. Da sich schulischer Nachhilfeunterricht zu einem wesentlichen Einfallstor für die Werbung von Scientology entwickelt hat, fordert die Junge Union eine Schutzerklärung von Unternehmen in diesem Segment, dass sie nicht in Verbindung mit Scientology stehen und keine entsprechenden Lehrmethoden anwenden. Vor allem aber muss Scientology in allen Bundesländern konstant und flächendeckend vom Verfassungsschutz überwacht und die Einstellung von Scientologen in den öffentlichen Dienst verhindert werden. Die Junge Union appelliert an die Kirchen, mit ihren Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten auch weiterhin zur Bekämpfung von Scientology beizutragen."



Der Beschluss "Scientology - die unterschätzte Gefahr" ist auf hier abrufbar.


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