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Anlässlich des heutigen 7. Filmpolitischen Empfangs der Jungen Union Deutschlands erklären ihr Bundesvorsitzender, Philipp Mißfelder MdB, und ihr medienpolitischer Sprecher, Daniel Walther:

"Der mit einem jährlichen Volumen von 60 Millionen Euro ausgestattete Deutsche Filmförderfonds hat sich in der Praxis bereits als ein hervorragendes Instrument zur Stärkung des Filmstandortes Deutschland bewährt. Deutschland hat durch diesen Fonds als Produktionsstandort erheblich an internationaler Bedeutung gewonnen. Zudem wurde die Abwanderung deutscher Filmschaffender nicht nur verhindert, sondern es entstanden sogar wieder neue Arbeitsplätze in der deutschen Filmwirtschaft. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung der Möglichkeiten für deutsche Schauspieler und Produzenten - nicht zuletzt auch zugunsten der Kinofans. Die Junge Union begrüßt diese Entwicklung außerordentlich und fordert die Bundesregierung auf, den Fonds über das Jahr 2009 hinaus weiterzuführen, um den Filmproduzenten eine verlässliche Planung zu ermöglichen.


In der aktuellen Diskussion über die Novelle des Filmfördergesetzes (FFG) schlägt die Junge Union vor, eine zeitgemäße und marktgerechte Anpassung der Auswertungsfenster und Sperrfristen vorzunehmen. Die gegenwärtigen Auswertungsfenster spiegeln die Gegebenheiten des audio-visuellen Medienmarktes der 80er Jahre wider und entsprechen nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten. Daher sollten die Sperrfristen für die Verwertung auf DVD auf vier Monate, im Pay-TV auf zwölf Monate und für die Ausstrahlung im Free-TV auf 16 Monate verkürzt werden. Die Anpassung der Sperrfristen wird sich kaum auf die Kinoumsätze auswirken, da nach Angaben der Kinobetreiber nach vier Monaten bereits 99 Prozent der Kinoerlöse eingespielt sind.


In Zukunft muss auch der Bildungsauftrag der Medien eine größere Rolle spielen: Angesichts der zum Teil erschreckenden Umfrageergebnisse unter deutschen Schülern in neuerer und älterer Geschichte sind neben Verbesserungen der Lehrpläne auch mehr große Kinoproduktionen zu besonderen historischen und politischen Ereignissen notwendig. Die Junge Union fordert Produzenten und Filmförderer auf, mehr Stoffe aus der langen und reichhaltigen Geschichte unseres Landes zu Filmen zu verarbeiten. Hier ist nach der Aufarbeitung deutscher Vergangenheit in Filmen wie "Sophie Scholl", "Die letzten Tage", "Der Untergang", "Napola"; und "Nirgendwo in Afrika" die von der Constantin Film AG für diesen Herbst angekündigte Verfilmung des "Baader Meinhof Komplexes"; ein weiterer Meilenstein bei der filmischen Bearbeitung von Ereignissen und Fakten aus der deutschen Geschichte."

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