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Zur Weigerung des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD), den Dalai Lama anlässlich seines bevorstehenden Besuchs in Deutschland zu treffen, erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, André Stolz:
 
"Die Weigerung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, den Dalai Lama in Deutschland zu treffen, obgleich dem keinerlei terminliche Schwierigkeiten entgegenstehen, ist ein fataler Fehler der deutschen Außenpolitik. Deutsche Außenpolitik findet offenbar nicht statt, wenn die Kanzlerin nicht im Land ist. Gut, dass Deutschland eine Kanzlerin hat, die es in der Welt würdig vertritt und keine Angst hat, Menschenrechtsverletzungen anzusprechen. Angela Merkel hat im vergangenen Jahr den Dalai Lama empfangen. Es ist bezeichnend, dass vor allem Unionspolitiker solche Berührungsängste nicht zeigen: In den kommenden Tagen wird der Dalai Lama hochrangigen Gesprächspartnern wie dem Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz, oder den Ministerpräsidenten Roland Koch und Dr. Jürgen Rüttgers begegnen.
 
Es setzt ein katastrophales Zeichen, wenn der Vizekanzler Deutschlands, ein Land das historisch mehr als andere Länder den Freiheitsrechten verpflichtet sein muss, dies offenbar als vernachlässigbar einstuft. Anders ist der Nichtempfang des Dalai Lama nicht zu verstehen. Gerade in Zeiten, in denen die massiven Spannungen zwischen den Tibetern und der chinesischen Regierung offener denn je zu Tage treten, ist es geboten, den Einsatz des Dalai Lama und der Tibeter für kulturelle Autonomie und Selbstverwaltung innerhalb Chinas politisch zu unterstützen. Diese Unterstützung bewusst abzulehnen, ist ein politischer Fehler.

Die geschlossene Haltung der westlichen Staaten gegenüber China begann gerade erste Früchte zu tragen und hat die Dialogbereitschaft der chinesischen Regierung gegenüber den  Vertretern des Dalai Lama herbeigeführt. Dieser Dialog muss auf der Grundlage der unveräußerlichen Menschenrechte, der Glaubens-, und Religionsfreiheit fortgesetzt werden. Die Haltung des Bundesaußenministers untergräbt die Geschlossenheit in dieser Sache und erweckt den Eindruck, dass die Menschenrechte und die Religionsfreiheit in der deutschen Außenpolitik gegenüber China keine hervorgehobene Rolle mehr spielen sollen. Für die Junge Union dagegen gehört der Einsatz für Freiheit und Menschenrechte in aller Welt seit mehr als 60 Jahren zum Kern ihrer Identität."

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