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Zu den jüngsten Ergebnissen des OECD-Bildungsberichts und den unterdurchschnittlichen Leistungen deutscher Schüler im internationalen Vergleich erklären die wettbewerbspolitische Sprecherin der Jungen Union Deutschlands, Anne Schäfer, und ihr bildungspolitischer Sprecher, Tom Zeller:

"Deutschland wird seinen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr decken können. Während andere Länder die Bedeutung von Bildung für Innovationsfähigkeit und Wirtschaftswachstum erkannt haben und stärker denn je in Bildung investieren, fällt Deutschland im internationalen Vergleich der Bildungsausgaben immer weiter zurück: Im OECD-Schnitt werden rund 6,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in die Bildung investiert; in Deutschland sind es gerade 5,1 Prozent. Damit liegt Deutschland auf dem viertletzten Platz von 27 Nationen.

Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des wachsenden Bedarfs an höher qualifizierten Arbeitnehmern kann die Fortführung des derzeitigen bildungspolitischen Kurses mittel- bis langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands massiv gefährden. Allerdings verkennen die Wissenschaftler in der OECD-Studie wiederholt und fahrlässig die Bedeutung des Systems der dualen Ausbildung in Deutschland, das sowohl ein internationaler Exportschlager ist, als  auch ein hohes Ausbildungsniveau sicherstellt.

Das Bildungssystem in Deutschland muss der Dynamik folgen, mit der sich die Weltwirtschaft  entwickelt. Das erfordert nicht nur eine organisatorische Anpassung von Schul- und Hochschulformen, sondern hauptsächlich inhaltliche Verbesserungen. Insbesondere die Bildungs-qualität muss erhöht werden, denn nur mit erstklassigen und leistungsorientierten Schulen und Hochschulen kann eine bildungspolitische Wende erreicht werden.

Wichtige Handlungsfelder zeigt die Studie bei den sogenannten MINT-Fächern (mathematisch-naturwissenschaftliche und technische Studiengänge) auf. Hier muss die Politik bereits in den Schulen frühzeitig und offensiv für das Studium in diesen wichtigen Fächern werben, sowie das Studienangebot näher an der Nachfrage ausrichten. Die Junge Union Deutschlands begrüßt deshalb ausdrücklich, dass der aktuelle Beschluss der Bildungsminister von Bund und Ländern, genau diese pragmatischen Lösungen in den Mittelpunkt gestellt hat. Die langfristig gesicherte Finanzierung der Bildung sowie die gezielte Sprachförderung von Beginn an sind zwei wesentliche Forderungen der Jungen Union, die in dem Beschlussvorschlag für den Bildungsgipfel enthalten sind. Jetzt bleibt zu hoffen, dass der Bildungsgipfel dem Vorschlag der Experten folgt."

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