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Zur Diskussion über die Reform der Erbschaftsteuer erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder MdB:
 
"Die Junge Union lehnt die bislang vorliegenden Entwürfe zur Reform der Erbschaftsteuer ab. Diese Steuer belastet nicht nur die gesellschaftliche Mittelschicht, sondern auch die mittelständische Wirtschaft in großem Umfang. Die JU ist deshalb aus gesellschaftspolitischen Gründen gegen die Erhebung der Erbschaftsteuer. Bei dieser reinen Neidsteuer geht es darum, die Leistungsträger unserer Gesellschaft, die Familienunternehmen, zu bestrafen. Es ist nicht nachvollziehbar und auch ungerecht, dass bereits versteuertes Einkommen nochmals zur Versteuerung herangezogen wird.
 
Die geplanten Regelungen zum Übergang von ererbtem Betriebsvermögen, die Haltefristen und die an konkrete Beschäftigungszahlen sowie die Lohnsumme geknüpften Voraussetzungen für mögliche Vergünstigungen von der Erbschaftsteuerlast vernichten womöglich tausende von Arbeitsplätzen. All diese Hürden bieten keinen Anreiz dafür, dass mittelständische Familienunternehmen ihren Sitz in Deutschland behalten. Überdies müssen die großen regionalen Unterschiede beim Wert von Wohneigentum und anderen Immobilien in einer künftigen Erbschaftsteuerregelung berücksichtigt werden.
 
Das Erbschaftsteueraufkommen ist im Vergleich zu den gesamten Steuereinnahmen in Deutschland gering. Außerdem fallen bei ihrer Erhebung anteilig die höchsten Verwaltungskosten aller Steuerarten an. In einigen Bundesländern ist sie sogar völlig unwirtschaftlich, da die Einnahmen nicht die Kosten decken. Wir fordern daher, dass CDU und CSU bei den Verhandlungen über die Erbschaftsteuerreform hart bleiben. Eine Übertragung der Steuer auf die Länder ist ordnungspolitisch sinnvoll."

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