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Zur Debatte über das Honorarsystem für Fachärzte erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Dr. Marc Tenbücken:
 
"Die aktuelle Situation der Fachärzte, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, ist nicht länger tragbar. Aufgrund eines starren und ineffizienten Honorarsystems werden ein wirkungsvoller Leistungswettbewerb und damit eine hohe Versorgungsqualität systematisch verhindert. Ohne angemessene Vergütung wird der Anreiz zur Leistungserbringung auch für die selbstlosesten Ärzte zerstört. In unserem Sozialstaat haben die Menschen aber ein Recht auf eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung.
 
Wir begrüßen daher den Vorstoß des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder MdL, das seit 1955 geltende Honorarsystem für Ärzte abzuschaffen. Dieser Schritt alleine wird allerdings nicht ausreichen, um die Probleme des deutschen Gesundheitswesens in den Griff zu bekommen. Die Junge Union fordert seit Jahren die Umstellung auf ein generationengerechtes, schlankes und vor allem transparentes System, das den Wettbewerb und den mündigen Patienten in den Mittelpunkt rückt. Wir fordern deshalb ein Anreizsystem statt Budgetierung sowie Transparenz anstelle von Verteilungsgerangel.
 
Statt immer mehr Geld in ein krankes System zu pumpen, wie es die politische Linke mit ihrem Konzept der Bürgerversicherung fordert, brauchen wir einen Neuanfang. Die Schwachstellen und Lücken des Gesundheitsfonds werden bereits zwei Monate nach seiner Einführung deutlich. Durch ihn wurde ein Fehlanreiz für die Versicherer geschaffen, so dass heute Krankheit für sie profitabel ist. Die Effizienzpotenziale sind noch lange nicht ausgeschöpft. Wir sind überzeugt, dass die Ausgabe einer Gesundheitskarte mit Daten zu Behandlungsgeschichte und Medikation dazu beitragen wird, unnötige Ausgaben zu vermeiden und Arzneimittel kosteneffizient einzusetzen.
 
Diese Neuerungen werden aber nur erfolgreich sein, wenn gleichzeitig das Gesundheitssystem von antiquierten Strukturen befreit wird. Um eine wettbewerbsorientierte, gerechte und transparente Lösung zu erreichen, müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen abgeschafft und die Ärzte in der Lage sein, direkt mit den Kostenträgern über ihre Honorare zu verhandeln.
 
Das deutsche Gesundheitswesen darf nicht länger Gegenstand ideologischer Auseinandersetzungen sein. Die Bürger wollen endlich klare Aussagen und Verlässlichkeit. Von der SPD ist hier nichts zu erwarten. Die Jungen in der Union haben geeignete Vorschläge - nun gilt es, diese offensiv und mutig zu vertreten."

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