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Zur aktuellen Diskussion über die Studie "Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt" des Bundesministeriums des Innern und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. erklären die Bundesvorstandsmitglieder der Jungen Union Deutschlands, Stefan Gruhner und Jessica Meyer:
 
"Es ist erfreulich, dass im Hinblick auf die Jugendgewalt in Deutschland eine rückläufige oder zumindest stabile Entwicklung zu beobachten ist. Dem oftmals übertriebenen Aktionismus, der eine ganze Generation in Verruf bringt, fehlt jegliche Grundlage. Die vorgelegte Studie zeigt aber auch, dass es richtig ist, insbesondere auf Vorbeugen und Aufklären zu setzen. Die Junge Union unterstützt deshalb den von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble MdB angemahnten Perspektivwechsel in Politik und Gesellschaft hin zu mehr Prävention.
 
Besonders ernst nimmt die Junge Union den gestiegenen Anteil Jugendlicher, die Mitglied in rechtsextremen Organisationen sind. Dies ist ein Warnsignal an die gesamte Gesellschaft. Laut Studie ist der Anteil der Neuntklässler, die sich in politischen Jugendorganisationen wie der Jungen Union oder in Gewerkschaften engagieren, geringer als die Zahl derer, die in rechtsextremen Kameradschaften aktiv sind. Unberücksichtigt bleibt allerdings, dass sich hunderttausende Jugendliche ehrenamtlich in den Kirchen sowie Verbänden wie der Sportjugend, dem Roten Kreuz, bei der Kolpingjugend, beim THW, in Umweltgruppen oder den Jugendfeuerwehren engagieren. Zudem werden in der Studie keine linksextremistischen Tendenzen erfasst, was zu einem unvollständigen Bild führt.
 
SAngesichts der besorgniserregenden Anzahl von Jugendlichen in rechtsextremen Organisationen sieht sich die Junge Union in ihrer Haltung bestärkt, dass Prävention der richtige Ansatz ist. Die politische Bildung in den Schulen muss deutlicher in den Mittelpunkt rücken. Demokratieerziehung und Aufklärung über Extremismus jeder Art muss elementarer Bestandteil schulischer Bildung sein. Zur Prävention gehört aber auch eine kontinuierliche Jugendarbeit. Hierbei müssen sich der Staat und die Gesellschaft weiter engagieren, wobei kontinuierliche und ernsthafte Prävention sowie die Förderung demokratischer Jugendorganisationen sinnvoller sind als aktionistische Kampagnen und bunte Plakate. Letztendlich bleibt die Bekämpfung des Extremismus und die Stärkung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hier ist zuerst bürgerschaftlicher Einsatz gefragt."

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