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Der Spitzenkandidat und Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jürgen Trittin, steht aktuell im Zuge der Aufarbeitung der pädosexuellen Vergangenheit der Partei in der Kritik. Auch die Jungdemokraten, denen der Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer (SPD) fünf Jahre lang vorstand, haben im März 1980 auf ihrer Delegiertenkonferenz per Beschluss die Straffreiheit sexueller Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen gefordert. Noch 1982 bekräftigten die Jungdemokraten diese Forderung. Die Organisation ist bedauerlicherweise nach wie vor Mitglied im Ring Politischer Jungend (RPJ), einem Zusammenschluss politischer Jugendorganisationen, deren Hauptaufgabe die Bildung junger Menschen zu freien Staatsbürgern ist. Gerade die aktuelle Berichterstattung in der „taz“, den „Tagesthemen“ und der „FAZ“ drängen zu der Frage, wie so eine Entwicklung möglich war. Eine Aufarbeitung der damaligen Forderungen der Jungdemokraten durch den Politologen Professor Franz Walter ist aus unserer Sicht notwendig und überfällig!

Sowohl Sie, Herr Strässer, als auch die „JungdemokratInnen/Junge Linke“ dürften die Debatte um die pädophilen Umtriebe bei den Grünen aufmerksam verfolgt haben. Die Versuche, die abscheulichen Forderungen mit dem damals herrschenden Zeitgeist zu erklären, verhöhnen die Opfer pädophiler Übergriffe. Ehemalige Jungdemokraten, die hinter diesen Forderungen standen, können sich mit diesem Argument nicht herausreden. 1969 traten Sie, Herr Strässer, den Jungdemokraten bei, von 1977 bis 1982 waren Sie als Bundesvorstand dieser politischen Jugendorganisation tätig und damit maßgeblich verantwortlich für deren inhaltliche Ausrichtung. Herr Strässer, warum haben Sie diese Beschlüsse damals nicht verhindert?

Heute sind Sie Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion. In dieser Funktion setzen Sie sich täglich auch für die Belange von Kindern und Jugendlichen ein. Warum haben Sie sich damals nicht für das Wohlergehen der Kinder eingesetzt und stattdessen dafür plädiert, sie pädophilen Erwachsenen anzudienen?

Wir fordern Sie auf, zu ihren damaligen Forderungen Stellung zu beziehen. Üben Sie größtmögliche Transparenz, indem Sie relevante Unterlagen und Material aus der damaligen Zeit im Internet veröffentlichen. Auch die „JungdemokratInnen/Junge Linke“ muss sich gegenüber der historischen Aufarbeitung der damaligen Missstände kooperativ zeigen. Die Mitgliedsverbände des RPJ sollten sich darüber hinaus klar von den „JungdemokratInnen/Junge Linke“ distanzieren!

Die Unterzeichner

Dorothee Bär MdB, familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Astrid Wallmann MdL, stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands

Nina Warken, stellvertretende Bundesvorsitzende der Junge Union Deutschlands

Ansgar Focke MdL, Bundesschatzmeister der Jungen Union Deutschlands

Katharina Wolff MdHB, Beisitzerin im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands

Inga Groth, Beisitzerin im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands

Kristin Peitz, Beisitzerin im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands

Laura Stoll, Beisitzerin im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands

Kristina Scherer, Beisitzerin im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands

Marcel Grathwohl, Beisitzer im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands

Nicolas Sölter, kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands

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Jürgen Kornmann - Bildungsreferent

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