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Zur Entscheidung des Europäischen Parlaments, die Kriterien bei der Angabe des Produktionsstandortes von Waren und Gütern zu ändern, erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder MdB:

„Die Entscheidung des Europäischen Parlaments sich beim Herkunftsland einer Ware am letzten Produktionsort zu orientieren, lehnt die Junge Union Deutschlands in dieser Form ab. Eine nur auf dem Zollrecht basierende Pflichtregelung blendet viele wichtige Entwicklungs- und Produktionsfaktoren aus und sagt nichts über die Eigenschaften und Qualität eines Produktes aus.

Die vom Europäischen Parlament vorgeschlagene Regelung legt ihren Fokus nur auf die letzten Produktionsschritte. Nach der vorgeschlagenen Regelung könnte ein in Deutschland entwickeltes und im Wesentlichen vorproduziertes, jedoch im Ausland in die endgültige Form gebrachtes Produkt nicht mehr als „Made in Germany“ bezeichnet werden. In einer globalisierten Wirtschaft, in der deutsche Unternehmen ihre Produkte in Deutschland entwickeln, die für die Qualität besonders wichtigen Teile produzieren und die einfachen, jedoch zeit- und arbeitsintensiven Produktionsschritte ins Ausland verlagern, würde die angedachte Regelung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen massiv schaden.

Grundsätzlich begrüßt die Junge Union Deutschlands die Bemühungen des Europäischen Parlaments, die Rückverfolgbarkeit der Waren zu verbessern und somit den Verbraucherschutz zu stärken. Dabei müssen jedoch Lösungen gefunden werden, die weniger die Wertschöpfung, sondern mehr die gesamte Produktionskette und damit auch die Eigenschaften und die Qualität der Waren betrachten. Das Qualitätssiegel „Made in Germany“ muss auch in Zeiten der Globalisierung erhalten bleiben!“

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