Die Wahlen im Saarland waren für die Union ein voller Erfolg. Aber auch in den kommenden Wahlkämpfen geht es um jeden einzelnen Wähler. Umso wichtiger ist also der direkte Kontakt. „Tür zu Tür“ heißt das Schlüsselelement in diesem Jahr.

Ungefähr vier Meter sind es, die Paul und Alex zurücklegen müssen, um vom Gartentor zur Haustür zu gelangen. Die Tür, geschmückt mit einem üppig geschmückten Kranz, gehört zu einem Einfamilienhaus im Süden des saarländischen St. Wendel. Paul drückt den Klingelknopf, der sich neben dem Namensschild befindet. Was als nächstes passiert, wer sich hinter der Tür verbirgt, weiß zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Wer öffnet die Tür? Wird überhaupt geöffnet? Immerhin ist es werktags, kurz nach 16 Uhr. Und wenn jemand
dort ist, wie reagiert derjenige oder die Öffnende auf das Anliegen der beiden?

Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union, und Alexander Zeyer, Landesvorsitzender der Jungen Union Saar, sind gemeinsam unterwegs, um im saarländischen Landtagswahlkampf für Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zu werben. Eine für ihre Politik werbende CDU an der Haustür – sicherlich keine Alltäglichkeit, doch im Saarland aktuell an der Tagesordnung. Mehr als 20.000 Haustüren haben die fleißigen Wahlkämpfer und Unterstützer bereits besucht, viele weitere werden folgen bis am 26. März 2017 die Landtagswahl stattfindet. Im Haus hört man einen Hund bellen. Glücklicherweise klingt es nach einer kleinen Hunderasse. Paul und Alex hören lauter werdende Schritte, jemand kommt der Tür näher.
Tom Hanks gestaltete als legendäre Filmfigur im gleichnamigen Film „Forrest Gump“ sein Leben gemäß der Maxime: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.“ Dieser Leitsatz könnte so auch für den Tür-zu-Tür-Wahlkampf gelten. Denn man weiß nie, wer sich hinter der nächsten Haustür verbirgt.

Eine junge Frau öffnet die Tür, hinter ihr, halb versteckt, ein kleiner Junge. In sicherem Abstand und mit deutlich leiserem Bellen, springt ein Terrier um die junge Familie herum. Fragende Blicke richten sich auf die zwei jungen Männer in ihren knallorangen Jacken, auf denen groß der Schriftzug AKKtiv prangt: „Hallo“, sagt Alexander Zeyer gut gelaunt und stellt die beiden namentlich vor, „wir kommen von der CDU und möchten Sie gerne an die Landtagswahl erinnern.“ Der Blick der Hausbewohnerin zeigt noch immer etwas Skepsis. Es gesellt sich noch eine dritte Person hinzu, offensichtlich der Ehemann. Paul konkretisiert den Grund des Besuchs: „Wir wollen für die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer werben, die – wie wir finden – in den letzten Jahren einen tollen Job für das Saarland gemacht hat und bestenfalls auch weiterhin machen soll.“ Schnell verfliegen die skeptischen Blicke. „Ach“, sagt der Ehemann, „unsere Annegret. Ja klar, wählen wir die!“ Es folgt ein kurzes Gespräch, Paul und Alex überreichen noch einen Flyer mit kurzen Auszügen aus dem Regierungsprogramm und einen AKK-Kugelschreiber, man bedankt sich für die Zeit, und verlässt das Grundstück wieder. So schnell und unkompliziert geht es meistens.

Zugegeben, nicht jedes Haustürgespräch im Wahlkampf verläuft so positiv wie dieses. Eine große Mehrzahl aber schon. Dabei ist es immer auch entscheidend, wie der Wahlkämpfer vor der Tür auftritt. Meistens stört man die Menschen bei etwas, holt sie aus ihrem Tagesablauf heraus. . Doch viele zeigen sich positiv überrascht, dass „die aus der Politik“ bis an die eigene Haustür kommen, das Gespräch suchen und auch zuhören.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Tür-zu-Tür-Wahlkampf die effektivste Mobilisierungsmethode darstellt. Dabei geht es weniger darum die Menschen an den Haustüren in langatmigen Diskussionen von der eigenen Politik zu überzeugen, als vielmehr darum, Präsenz zu zeigen, zuzuhören und zu informieren – über die bevorstehende Wahl, den Wahltermin und das eigene Programm. Wirklich brenzlig wird es vor der Tür in aller Regel nicht. Mit der ein oder anderen wortlos zugeschlagenen Tür oder einer schockiert ausgerufenen Unmutsbekundung muss man freilich rechnen, doch ist das tatsächlich die seltene Ausnahme – zum Glück. Weil Haustür-Wahlkampf so erfolgreich ist, dazu viel Spaß bereitet und jedem die Möglichkeit bietet, sich aktiv einzubringen, setzen CDU und Junge Union mit ihrem Unterstützernetzwerk connect17 in dieser Bundestagswahl so stark auf dieses Instrument.

Kaum haben Paul und Alex das Grundstück verlassen, zieht Paul sein Smartphone aus der Hosentasche, öffnet gleich darauf die connect17-App, um das Haustürgespräch zu dokumentieren. Via GPS lässt er die Straße orten, in der sich die beiden befinden. Mit ein paar intuitiven Klicks bestätigt er das Öffnen der Tür und vermerkt mit einem lächelnden Smiley die positive Einstellung der Bewohner gegenüber der CDU und Annegret Kramp-Karrenbauer, dann: „Speichern“. Ein großer orangefarbiger Kreis mit der Angabe „100 Punkte“ erscheint auf seinem Smartphone. Inzwischen hat er alleine an diesem Tag schon rund zweieinhalbtausend Punkte gesammelt und ist auf dem besten Weg, den nächsthöheren Status „Wahlkämpfer“ zu erreichen.

Nichts geht ohne einen spielerischen Wettbewerbsgedanken: Für jede besuchte Haustür werden dem Wahlkämpfer in der connect17-App Punkte gutgeschrieben. Je mehr Punkte man sammelt, desto höher der virtuelle Rang. Bis zur „Wahlkampf-Legende“ kann man sich vorarbeiten. Punkte gibt es jedoch nicht nur an den Haustüren. Auch das Teilen von Botschaften in die sozialen Netzwerke, via Facebook oder Twitter oder direkt an Kontakte via WhatsApp und SMS, bringt Punkte aufs Wahlkampf-Konto.

Paul und Alex haben mit ihrem Team an einem Nachmittag in St. Wendel über 100 Türen geschafft, mehr als 70 Prozent der angesprochenen Bürgerinnen und Bürger haben positiv auf die Besuche reagiert. Und vom Hund wurde auch niemand gebissen.

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