Die Junge Union unterstützt die Demonstranten in Weißrussland mit einer Protestaktion der besonderen Art


Die Proteste in Belarus reißen nicht ab. Während Lukaschenko seinen Machtapparat immer weiter ausbaut und nun auch den Schießbefehl auf Demonstranten erteilt, schaut die Weltöffentlichkeit bestürzt dabei zu. Um die letzte Diktatur auf dem europäischen Kontinent zu stürzen, darf die Welt nicht wegschauen. Im Gegenteil ist der Erfolg des Widerstandskampfes der Demonstranten im Wesentlichen von einer breiten medialen Öffentlichkeit abhängig. Ansonsten wird der Status Quo von Gewalt, Repressionen und Menschenrechtsverletzungen auch in Zukunft fortbestehen.
Als JU war es uns wichtig, den Mut der Demonstranten zu stärken. Wir wollten sie wissen lassen, dass wir – trotz physischer Entfernung – fest an ihrer Seite stehen. So entstand die Idee einer Guerilla-Aktion vor der belarussischen Botschaft in Berlin. Mitglieder der JU Berlin positionierten sich gemeinsam mit Tilman sowie Mitarbeitern der Bundesgeschäftsstelle zu Einbruch der Dunkelheit vor dem Botschaftsgebäude. Der extra angemietete LKW mit der benötigten Technik stand in einer Seitenstraße bereit; die vorab informierte Presse brachte sich in Position. So startete das minutiös geplante Unterfangen: Die Plane des LKW ging hoch, der Beamer ging an und an der Botschaftsfassade erstrahlten Zitate belarussischer Oppositioneller. Die Zitate stammten von Aliaksandr Kuushynau; der als internationaler Sekretär der belarussischen Partnerorganisation fungiert und bereits mit dem YEPP-Menschenrechtspreis für sein Engagement in seinem Heimatland ausgezeichnet wurde. Er wurde im Sommer während der friedlichen Proteste in Minsk inhaftiert.
JU’er aus Berlin hielten Schilder in den Farben der alten Nationalflagge empor, die auch von den belarussischen Oppositionellen als Zeichen des Widerstands genutzt werden. Währenddessen gab Tilman vor der Botschaft deutliche Statements in Richtung Lukaschenko an die Presse. Die Botschaft des Abends war klar: #FREEBELARUS!

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