Tilman Kuban, Chef der Jungen Union, fordert mehr bürgerliche Eigenverantwortung. Die Menschen lebten heute ihre Freiheiten aus, erwarteten aber vom Staat, dass er ihnen jedes Risiko abnehme. Wo, fragt er, bleibe das Haftungsprinzip?

Sie gelten als junger Konservativer, Herr Kuban. Können Sie damit etwas anfangen?

Mit einem modernen Konservatismus will ich ein neues Politikangebot machen. Strukturkonservatismus ist nicht meins. Zum neuen Konservatismus gehört aus meiner Sicht die Verbindung von Heimat und High-Tech. Das Heimatgefühl, bei Freunden und Familie oder auch in meiner Region zu Hause zu sein und einen Halt zu haben. Es geht darum, den Chancen der Digitalisierung offen gegenüberzustehen, neue Familienbilder zu fördern oder die Welt zu erkunden. Dabei prägt mich vor allem der Wert der Verantwortung.

«Moderner Konservatismus» ist ein Oxymoron. Wie steht es um die CDU? Unter Angela Merkel ist Deutschland aus der Atomenergie ausgestiegen, hat die Wehrpflicht beendet und den Mindestlohn eingeführt. Der Parteivorstand befürwortet die Frauenquote.

Ich sehe nicht, was konservativ daran sein soll, an einem verpflichtenden Wehrdienst nur für Männer oder an der Atomkraft festzuhalten.

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